TY - THES T1 - Zur Belastungsbestimmung im fitnessorientierten Krafttraining : eine explorative Studie zur Methodik A1 - Haupert,Marco Y1 - 2007/09/20 N2 - Die Belastungsbestimmung im fitnessorientierten Krafttraining erweist sich vor allem bei Trainingsanfängern als schwierig. Es mangelt an einfach durchzuführenden Verfahren zur Bestimmung geeigneter Trainingsvorgaben. Zudem werden Trainingsanfänger oft nicht ausreichend supervisiert. Die Anfangsbelastung wird häufig aus Testleistungen abgeleitet, die aus internistischen und orthopädischen Gründen problematisch sind (1 RM = 1 Wiederholungsmaximum) und/oder mit Hilfe von Verfahren ermittelt werden, die nicht den gängigen Testgütekriterien entsprechen ("trial and error"-Verfahren). Ziel dieser Untersuchung war es insofern, testunabhängige Kriterien zu identifizieren, die es erlauben, Krafttrainingsanfänger entsprechend der Zielsetzung ihres Krafttrainings zu belasten. Über die multiple lineare Regressionsanalyse wurden in vier Querschnittsuntersuchungen mit insgesamt 132 Probanden die anthropometrischen Parameter identifiziert, die mit einer hinreichenden Zuverlässigkeit eine Vorhersage des 12 RM (12 Wiederholungsmaximum als Operationalisierung einer Belastung, die zu physiologischen und mechanischen Beanspruchungen führt, die eine Muskelhypertrophie induzieren) bei den Kraftübungen Brustdrücken, Latissimusziehen, Trizepsdrücken, Beinpressen und Beinstrecken ermöglichen. Die höchsten Varianzaufklärungen konnten für die Prädiktorvariable fettfreie Masse mit R² = .81 bei der Übung Trizepsdrücken gefunden werden. Die niedrigsten Werte zeigen sich für die Prädiktorvariable Quetelet-Index mit fettfreier Masse mit R² = .32 bei der Übung Brustdrücken. Durch eine Kreuzvalidierung konnte gezeigt werden, dass die unterschiedlichen Regressionsgleichungen keinesfalls nur stichprobenspezifische Vorhersagemodelle sind, sondern dass sie über unterschiedlich (geschlechts-)heterogene Gruppen generalisieren. Relativ einfach zu erfassende anthropometrische Paramter scheinen danach geeignet, solche Anfangsbelastungen vorher zu sagen, die eine dem Krafttrainingsziel adäquate Beanspruchung hervorrufen. Eine abschließende Längsschnittstudie (N = 7) deutet an, dass ein Training, welches die über das beschriebene Verfahren bestimmte Anfangsbelastung nutzt, durchaus erwartete Trainingseffekte bewirkt. KW - Krafttraining KW - Anfänger KW - Beanspruchung KW - Multiple lineare Regression KW - Hypertrophietraining KW - Methode CY - Saarbrücken PB - Universitäts- und Landesbibliothek AD - Postfach 151141, 66041 Saarbrücken UR - http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2007/1285 ER -