TY - THES T1 - Die Methode der Fluoreszenz-In-Situ-Hybridisierung zur Analyse von HIV- und SIV-Genomen auf Einzelzellebene A1 - Schultz,Anke Y1 - 2009/07/17 N2 - HIV zeichnet sich durch eine hohe genetische Variabilität aus. Die fehlerbehaftete Replikation stellt ein wesentliches Charakteristikum und die Grundlage für die Pathogenität dar. Um Einblicke in grundlegende Veränderungsmechanismen von HIV zu gewinnen, ist eine Analyse auf Ebene einzelner infizierter Zellen von Patienten notwendig. Die HIV-spezifische FISH spielt bei den Untersuchungen auf Einzelzellebene eine entscheidende Rolle. In dieser Arbeit konnte sowohl die RNA-FISH als auch die DNA-FISH erfolgreich etabliert und optimiert werden. Mit Hilfe beider Methoden gelang es, Patientenmaterial bezüglich der Zahl produktiv-infizierter Zellen und der Provirus-Kopienzahl zu analysieren. In einzelnen Zellen aus lymphatischen Geweben von SIV-infizierten Rhesus Makaken wurden von der Primärvirämie bis zum späten Stadium der Infektion zwei bis drei provirale SIV-Sequenzen spezifisch detektiert. Der Nachweis der Mehrfachinfektion in einzelnen MNC aus der Milz eines Rhesusaffens zwei Wochen nach Beginn der Infektion zeigte, dass der Grundstein zur Steigerung der Variantenvielfalt über Rekombinationsereignisse in der frühen Phase der Infektion gelegt wird. Die Bestimmung multipler Proviren während des gesamten Infektionsverlaufs demonstriert, dass dieser Prozess als ein kontinuierlich stattfindendes Ereignis während des Infektionsgeschehens anzusehen ist. Diese Daten dienen nun als Basis mathematischer Modellrechnungen zur HIV-Evolution. KW - HIV KW - Evolution KW - Rekombination KW - Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung KW - Einzelzellanalyse CY - Saarbrücken PB - Universitäts- und Landesbibliothek AD - Postfach 151141, 66041 Saarbrücken UR - http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2009/2319 ER -