TY - THES T1 - Risikoreduzierte Endmontageplanung am Beispiel der Automobilindustrie A1 - Weyand,Lars Y1 - 2010/07/15 N2 - Der Trend zur Individualisierung wird sich im Automobilsektor fortsetzen. Dies bedeutet für Automobilhersteller, dass sie zukünftig eine höhere Anzahl an Produkten und Produktvarianten auf einer Montagelinie herstellen müssen. Allerdings ist deren derzeitige Technische Produktionsplanung nur bedingt auf dieses Szenario vorbereitet. Es existieren methodische und operative Defizite, die zu einem erhöhten Risiko auf dem Gebiet der Planung von flexiblen, kosteneffizienten Endmontagelinien führen. Speziell in den frühen Phasen des Planungsprozesses ist es möglich, dass suboptimale Lösungen favorisiert werden. Ferner kann es vorkommen, dass Planungsfehler auftreten, da mitunter ein Mangel an Transparenz in den digitalen Planungstools vorherrscht. Diese Missstände können zu zeit- und kostenintensiven Änderungsschleifen führen. In dieser Arbeit ist ein Konzept aufgezeigt, welches zu einer risikoreduzierten Endmontageplanung beiträgt. Der spezielle Ansatz beschäftigt sich mit den frühen Planungsphasen. Generell werden die Prozessplanung, die Ressourceplanung, die Austaktung sowie der Schritt der digitalen Absicherungen adressiert, wobei auch das Thema der Wiederverwendung von bestehenden Ressourcen und das Thema der Volumenflexibilität explizit berücksichtigt werden. Ein Planungsablauf ist entwickelt, der die einzelnen Planungsaktivitäten sinnvoll miteinander verbindet. Zur Erhöhung der Transparenz im Bereich der Prozess- und Ressourceplanung werden spezielle digitale Graphen eingesetzt, die eine nachvollziehbare und objektive Bewertung der im Graph vorhandenen Varianz erlauben und die Planer in die Lage versetzen kritische Bereiche zu identifizieren. Durch die Berücksichtigung und Dokumentation von Austaktungsrestriktionen im Prozessgraph wird die bereichsübergreifende Zusammenarbeit verbessert und somit das Risiko von Fehlentscheidungen minimiert. Die Wiederverwendungsplanung wird auf Basis einer digitalen Wiederverwendungsbibliothek durchgeführt. Wird wiederverwendbares Equipment im Planungsprozess identifiziert, so kann das Investitionsvolumen in Arbeitsmittel reduziert und das Risiko von möglichen Fehlinvestitionen minimiert werden. Eine zusätzliche Flexibilitätsuntersuchung hilft Automobilherstellern Montagelinien zu entwerfen, die auch in Hinblick auf mögliche extreme Nachfragesituationen, die unmittelbar nach dem Produktionsbeginn auftreten können, vorbereitet sind. KW - Risiko KW - Wiederverwendung KW - Flexibilität KW - Kraftfahrzeugindustrie KW - Flexible Montage CY - Saarbrücken PB - Universitäts- und Landesbibliothek SN - 978-3-930429-75-2 AD - Postfach 151141, 66041 Saarbrücken UR - http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2010/3208 ER -