TY - THES T1 - Schmelztauchveredelung von hochmanganlegiertem TWIP-Stahl unter Berücksichtigung der wasserstoffinduzierten Rissbildung nach Umformen A1 - Blumenau,Marc Y1 - 2010/10/04 N2 - Die Schmelztauchveredelung von hoch-Mn-legiertem TWIP-Stahl scheitert an mangelnder Zinkbenetzung. Dies begründet sich mit der selektiven Oxidation der Legierungselemente während des Glühens. Weiterhin ist unklar, wie der Prozess die H-induzierte Rissbildung nach Umformen beeinflusst. Ziel der vorliegenden Arbeit stellte dar, für einen TWIP-Stahl die Mechanismen der Glühgas-Metall- und der Schmelztauchreaktion zu beschreiben. Ebenso galt es, die H-induzierte Veränderung der Mikroplastizität im oberflächennahen Gefügebereich zu erfassen. Der experimentelle Kern lag auf der Schmelztauchsimulation und der in-situ-Nanoindentation. Im Wesentlichen resultiert folgender Erkenntnisgewinn: Es wird ein Verfahrensansatz für die reaktive Zinkbenetzung auf einer modifizierten MnO-Schicht (MnO·Femetall-Schicht) vorgestellt. Dies schließt die Neuformulierung der Schmelztauchreaktion Mn-legierter Stähle mit ein, da die aluminothermische MnO-Reduktion hierbei offensichtlich versagt. Weiterhin erfolgt die H-induzierte Rissinitialisierung mit anschließendem Sprödbruch vorzeitig im Fall einer glühbedingten Duktilisierung des oberflächennahen Gefügebereichs. Dies lässt sich mit dem Wechsel von spröder (HEDE) zu duktiler (HELP) Risskeimbildung begründen. Dies eröffnet neue Wege für die Feuerverzinkung Mn-legierter Stähle. Das Phänomen der verzögerten Rissbildung verdeutlicht, wie die lokale Veränderung mikroskopischer Werkstoffeigenschaften die makroskopischen Produkteigenschaften beeinflussen kann. KW - TWIP-Stahl KW - Mangan KW - Feuerverzinken KW - Schmelztauchverfahren KW - Wasserstoff KW - Selektive Oxidation KW - Manganstahl KW - Zink CY - Saarbrücken PB - Universitäts- und Landesbibliothek AD - Postfach 151141, 66041 Saarbrücken UR - http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2010/3377 ER -