TY - GEN T1 - Texte zum Verhältnis zwischen Massenmedien und Gesellschaftsstrukturen A1 - Giessen,Hans W. Y1 - 2011/02/10 N2 - Grundlage dieses Forschungsberichts sind zwei Feldstudien in Tunesien und Deutschland. Ziel war es, langfristige Konsequenzen des Fernsehens auf Gesellschaftsstrukturen zu beschreiben. Es hat sich gezeigt, dass das Fernsehen dazu führen kann, die Aufmerksamkeit auf die Familie oder sogar die Kernfamilie zu lenken, weil es nur in kleineren Räumen angemessen wirkt und damit viel Zeit an das eigene Haus bindet. Damit werden gleichzeitig auch die Institutionen geschwächt, die für traditionelle Gemeinschaften typisch sind, insbesondere die dorfübergreifenden, in der Regel geschlechtsabhängigen Großgruppen. Zudem scheint die Reziprozität, ein Charakteristikum traditioneller Gemeinschaften, im Kontext des Fernsehens geschwächt zu werden. Beispielsweise können Einladungen zum Fernsehen nicht erwidert werden, wenn die eingeladene Familie kein Fernsehgerät besitzt; zudem wird es als nicht angenehm empfunden, mit allzu vielen Mitsehern beisammen zu sein. Damit werden, zumindest im Kontext des Fernsehens, Eigentumsstrukturen (erstmals) wichtiger als die Verpflichtung zum Austausch. Einleitende Gedanken zum Verhältnis zwischen Kultur und Struktur (und damit zur Zulässigkeit dieser Arbeit) sowie zwei Rezensionen runden den Forschungsbericht ab. KW - Massenmedien KW - Sozialstruktur CY - Saarbrücken PB - Universitäts- und Landesbibliothek AD - Postfach 151141, 66041 Saarbrücken UR - http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2011/3534 ER -