TY - THES T1 - Struktur und Funktionsuntersuchungen von Zygocin - ein kanalbildendes Proteintoxin mit antimykotischem Potential A1 - Lind,Marc Y1 - 2011/06/17 N2 - Das viral kodierte, antimykotisch wirksame Killertoxin Zygocin der Hefe Z. bailii konnte in aktiver Form ohne Aktivitätsverlust bis zur Homogenität gereinigt werden. Kryo-EM Untersuchungen negativ geladener PC/PA-Liposomen zeigten nach Inkubation mit gereinigtem Zygocin eine vollständige Zerstörung, neutral geladene Liposomen dagegen blieben intakt. Analytische Ultrazentrifugationsanalysen zygocinbehandelter, hydrophober Detergensmizellen zeigten eine Oligomerisierung des Toxins in den Mizellen. Es kann daher angenommen werden, dass Zygocin in vivo Plasmamembranporen ausbildet, vermutlich aus vier Untereinheiten bestehend. Zygocin zeigte eine geringe Löslichkeit und neigte bei hohen Konzentrationen zur Präzipitatbildung. Eine Plasmid-getriebene Expression und Sekretion von biologisch aktivem Zygocin in P. pastoris wurde erfolgreich etabliert. Das Toxin wies eine deutlich höhere Aktivität auf als das natürlicherweise vom Wildtypkillerstamm produzierte Virustoxin. Die Hochzelldichtefermentation von P. pastoris zur Produktion von aktivem Zygocin und mRFP-Zygocin konnte etabliert werden. Das postulierte Modell zur ionophoren Toxinwirkung konnte durch die in vivo Expression verschiedener Toxinvarianten und deren Phänotypanalyse verifiziert werden. Deletionen der amphipathischen α-Helix sowie der Transmembranhelix führten ebenso wie einzelne Punktmutationen zu einem vollständigen Aktivitätsverlust des Toxins. Überraschenderweise führte die Deletion der bislang für die Primärrezeptor-Erkennung als relevant postulierten D1-Domäne zu einem unverändert aktiven Toxin, so dass angenommen werden kann, dass die geringe Größe des Toxins (4,1 kDa) auch ohne Bindung des Mannoprotein-Rezeptors die Überwindung der Zellwand erlaubt. KW - Killertoxin KW - Zygosaccharomyces bailii KW - Pichia pastoris CY - Saarbrücken PB - Universitäts- und Landesbibliothek AD - Postfach 151141, 66041 Saarbrücken UR - http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2011/3983 ER -