TY - THES T1 - Endozytose und intrazellulärer Toxintransport in Hefe- und Säugerzellen mittels fluoreszenzmarkierter K28-Varianten A1 - Gießelmann,Esther Y1 - 2012/01/04 N2 - Das Toxin K28 wird von virusinfizierten Killerstämmen der Hefe Saccharomyces cerevisiae sekretiert und ist als alpha/beta-Heterodimer ein Mitglied der A/B Toxin-Familie. Nach Bindung an die Oberfläche sensitiver Zielzellen wird K28 durch Rezeptor-vermittelte Endozytose aufgenommen und retrograd durch den Sekretionsweg in das Zytosol transportiert. Dort wird die beta-Untereinheit proteasomal abgebaut, während alpha im Zellkern einen G1/S Zellzyklus-Arrest und schließlich den Zelltod auslöst. Die K28-Aufnahme und der intrazelluläre Transport werden durch den zellulären HDEL-Rezeptor Erd2p bestimmt, der die Zielsteuerung des Toxins von der Plasmamembran zum sekretorischen Weg der infizierten Zelle sicherstellt. Daher stellt K28 ein geeignetes Modell-Cargo zur Untersuchung der Endozytose in eukaryotischen Zellen dar. Um das Toxin-Trafficking aufzuklären, wurden biologisch aktive K28/mCherry-Fusionen in Pichia pastoris exprimiert und zur Verfolgung der Toxinbindung an die Hefezelle in vivo eingesetzt. Dabei stellte sich die beta-Untereinheit als Zellwand-bindende Komponente heraus. Die Plasmamembranlokalisation und die endozytotische Aufnahme des K28-Rezeptors Erd2p wurden durch fluoreszenzbasierte Kolokalisationstudien und quantitative Mobilitätsbestimmungen bestätigt. Die Erd2p-Endozytose wird durch mehrere Mechanismen reguliert, darunter der AP-2 Komplex, der zur K28-Aufnahme erforderlich ist und das erste Beispiel einer Beteiligung von AP-2 Komponenten an der Endozytose in Hefe darstellt. KW - Endocytose KW - Saccharomyces cerevisiae KW - Killertoxin KW - Fluoreszenz CY - Saarbrücken PB - Universitäts- und Landesbibliothek AD - Postfach 151141, 66041 Saarbrücken UR - http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2012/4542 ER -