TY - THES T1 - Die Regulation der Hämolymphglucose und ihre Bedeutung für die sensorische Sensitivität sowie das appetitive Lernen und Gedächtnis der Honigbiene (Apis mellifera) A1 - Rether,Kathy Y1 - 2012/04/04 N2 - Im Zentrum dieser Arbeit steht die Frage nach der Rolle der Hämolymphglucose bei appetitiven Verhaltensanpassungen in der Honigbiene. Dabei wird erstmals ihre Funktion als metabolisches Signal bei Lern- und Gedächtnisprozessen untersucht. In Verhaltensexperimenten zeigte sich eine Korrelation zwischen dem glykämischen Status und der gustatorischen Sensitivität. Dynamische Änderungen des Glucosespiegels infolge der appetitiven Belohnung nahmen zudem maßgeblichen Einfluss auf das Lernen und die Gedächtnisbildung. Dies liefert erstmals Hinweise auf eine Bedeutung der Hämolymphglucose als internes Belohnungssignal. Auf molekularer Ebene wurden die AMP-abhängige Proteinkinase (AMPK) und der Glucosetransporter GLUT1 als Kandidaten identifiziert, die als Regulatoren des Glucosespiegels und Komponenten eines internen Belohnungssystems an Verhaltensmodulationen teilhaben. Die Aktivierung der AMPK erhöhte den Glucosespiegel und führte gleichzeitig zu einer Reduktion der sensorischen Sensitivität sowie zu einem Lern- und Gedächtnisdefizit. Schnelle Änderungen des Glucosespiegels spiegelten sich ferner in einer akuten, fütterungsbezogenen Hochregulation des GLUT1-Proteins im Gehirn wider. Dies legt eine Funktion von GLUT1 bei der Übertragung glucosevermittelter Belohnungssignale auf die neuronale Ebene nahe. Damit wurde erstmals umfassend gezeigt, dass die Hämolymphglucose der Biene individuell reguliert wird und in Abhängigkeit des metabolischen Zustands das appetitive Lernen und Gedächtnis moduliert. KW - Biene KW - Glucosetransportproteine KW - Sensitivität KW - Geschmackswahrnehmung KW - Lernen KW - Gedächtnis KW - Stoffwechsel CY - Saarbrücken PB - Universitäts- und Landesbibliothek AD - Postfach 151141, 66041 Saarbrücken UR - http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2012/4802 ER -