TY - THES T1 - Beeinflussung der Beweglichkeit durch unterschiedliche physische und psychische Einwirkungen A1 - Glück,Sabine Y1 - 2005/12/13 N2 - In drei Untersuchungen sollte die Veränderung von Beweglichkeitsparametern durch unterschiedliche physische und psychische Einwirkungen überprüft werden. In der ersten Untersuchung sollte überprüft werden, inwiefern eigenständig durchgeführte singuläre Dehnungen der ischiocruralen Muskulatur einen positiveren Einfluss auf die Beweglichkeit haben als fremdgesteuertes Dehnen. 27 Sportstudenten absolvierten maximale Dehnungen durch direkte bzw. indirekte Eigendehnung oder durch indirekte Fremddehnung. Die direkte Eigendehnung provozierte die höchsten Gelenkwinkel bei gleichzeitig geringster Muskelaktivität. Durch die beiden indirekten Verfahren dehnten die Probanden durchgehend weniger weit bei gleichzeitig höherer EMG-Aktivität. Das Gefühl, eine Dehnung selbstständig durchführen zu können, erhöht offensichtlich die Effizienz bei sportpraktischer Anwendung. Für laborexperimentelle Untersuchungen eignet sich eher die indirekte Eigendehnung auf Grund der exakteren Messmethodik. In der zweiten Untersuchung wurde überprüft, inwiefern ein Aufwärmprogramm die Beweglichkeit und die maximale willkürliche Kontraktionskraft beeinflusst. 31 Sportstudenten absolvierten nach einem Vortest zur Bestimmung der Beweglichkeit und Kontraktionskraft ein Aufwärmprogramm unter verschiedenen Bedingungen (allgemeines Aufwärmen auf dem Fahrradergometer, Aufwärmen auf dem Fahrradergometer mit anschließendem Dehnen, ausschließliches Dehnen ohne vorheriges Aufwärmen und Kontrollbedingung). Nach den jeweiligen Interventionen wurde ein Nachtest durchgeführt. Die Beweglichkeit wird am effektivsten durch die Aufwärmmaßnahmen verbessert, die ein Dehnprogramm enthalten (Aufwärmen und Dehnen bzw. Dehnen). Bei ausschließlichem Dehnen fehlt allerdings der aktivierende Einfluss einer allgemeinen Erwärmung. Durch ein reines Aufwärmen ohne Dehnen kann die Beweglichkeit nicht wesentlich gesteigert werden. Die maximale willkürliche Kontraktionskraft zeigte weder durch die Treatments noch unter Kontrollbedingungen signifikante Veränderungen. In der dritten Studie sollte überprüft werden, inwiefern ein Stress- bzw. Entspannungszustand die Effektivität eines Beweglichkeitstrainings beeinflusst und ob Wechselwirkungen zwischen dem aktuellen Wohlbefinden und der Beweglichkeit bestehen. 21 Sportstudenten absolvierten nach einem Vortest wiederholte maximale Dehnungen unbeeinflusst bzw. bei gleichzeitiger Stress- oder Entspannungseinwirkung. Unbeeinflusst und unter Entspannungsbedingungen fand sich eine vergleichbar günstige Ausgangssituation für ein Beweglichkeitstraining. Unter Stressbedingungen konnte der Gelenkwinkel nicht weiter erhöht werden. Ein hohes Beanspruchungs- und niedriges Erholungsgefühl führte zu einer geringeren, eine positive Befindlichkeit zu einer gesteigerten Beweglichkeit. KW - Aufwärmen KW - Stress KW - Entspannung KW - Beweglichkeit CY - Saarbrücken PB - Universitäts- und Landesbibliothek AD - Postfach 151141, 66041 Saarbrücken UR - http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2005/484 ER -