TY - THES T1 - Durchgängiges Variantenmanagement in der Technischen Produktionsplanung T3 - A1 - Zenner,Christian Y1 - 2006/11/29 N2 - Die Beherrschung der ständig steigenden Variantenvielfalt sowohl in Bezug auf die Produkte als auch in Bezug auf die Produktion stellt zunehmend den entscheidenden Wettbewerbsfaktor produzierender Unternehmen dar. Dabei kommt vor allem in der Serienproduktion der Technischen Produktionsplanung, der Planung der Produktionseinrichtungen, die eine Brückenfunktion zwischen Produktentwicklung und Produktion einnimmt, eine besondere Bedeutung zu. Gerade in diesem Bereich fehlt es bisher jedoch an geeigneten Methoden und Werkzeugen, um die notwendige Variantenvielfalt innerhalb des Planungsprozesses zu beherrschen. Daher verfolgt diese Arbeit die Zielsetzung, ein durchgängiges Variantenmanagementkonzept für die Technische Produktionsplanung zu erarbeiten, für das neben der Berücksichtigung von Produktvarianten im Besonderen auch Produktionsvarianten, d.h. Varianten von Prozessen und Ressourcen, von Bedeutung sind. Der im Rahmen dieser Arbeit entwickelte Variantenmanagementansatz basiert auf einem 3-Ebenen-Konzept. Ausgehend von der IT-unabhängigen Grundkonzept-Ebene erfolgt in der IT-Konzept- und Implementierungsebene eine sukzessive Erweiterung und Integration des Ansatzes in die Digitale Fabrik. Mit Hilfe einer generalisierten Produktstruktur, die die Zusammenfassung aller relevanten Produktvarianten in einem Modell ermöglicht, lassen sich die zu berück¬sichtigenden Varianten in einer für die Planung geeigneten Form darstellen. Durch die Definition eines generischen Variantenbausteins wird es darüber hinaus möglich, sowohl produktvarianten-induzierte als auch produktvarianten-neutrale Prozess- und/oder Ressourcevarianten im Rahmen der Planung zu berücksichtigen. In der IT-Konzept-Ebene werden die generalisierte Produktstruktur und der generische Variantenbaustein um weitere informationstechnische Elemente erweitert. Hierdurch lässt sich eine Schnittstelle zwischen Produktentwicklung und Technischer Produktionsplanung realisieren und das Konzept zur Berücksichtigung von Varianten bei der Planung der Prozesse und Ressourcen auch auf die Bereiche Layoutplanung und Materialflusssimulation erweitern. Die prototypische Umsetzung des Konzepts stützt sich auf die Nutzung kommerziell verfügbarer Softwaretools und erweitert diese um die im Grund- und IT-Konzept definierten Planungsobjekte. Die entwickelte Lösung wird abschließend anhand zweier Praxisszenarien getestet und evaluiert. Hier zeigen sich für die betrachteten Varianten der LKW-Rohbaugruppe sowie für die Taschenlampenvarianten im Vergleich zur konventionellen Planungsweise deutliche Vorteile bezüglich der Datendurchgängigkeit und der vollständigen Berücksichtigung aller relevanten Produkt-, Prozess- und Ressourcevarianten. KW - Montageplanung KW - Digitale Fabrik KW - Materialflusssimulation CY - Saarbrücken PB - Universitäts- und Landesbibliothek SN - 978-3-930429-66-0 AD - Postfach 151141, 66041 Saarbrücken UR - http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2006/858 ER -