Eingang zum Volltext in SciDok
Hinweis zum Urheberrecht
Aufsatz zugänglich unter
Tissue-Engineering zur Knorpelreparatur verbessert durch Gentransfer : aktuelle Forschungsergebnisse und Literaturübersicht
URN: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-14994
URL: http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2008/1499/
Quelle:
(2007) Der Orthopäde. - 36. 2007, 3, 236-247
pdf-Format:
Dokument 1.pdf (1.388 KB)
![]()
![]()
![]()
![]()
![]()
Institut:
Fachrichtung 2.16 - Orthopädie
DDC-Sachgruppe:
Medizin
Dokumentart:
Aufsatz
Sprache:
Deutsch
Erstellungsjahr:
2007
Publikationsdatum:
25.04.2008
Kurzfassung auf Deutsch:
Tissue-Engineering ist die Züchtung von präformierten Geweben aus dreidimensionalen Zellverbänden. Werden Chondrozyten mit Trägersubstanzen assoziiert und im Bioreaktor kultiviert, so entwickelt sich Knorpelgewebe. Wir wollten verstehen, wie der humane insulinartige Wachstumsfaktor I (IGFI) die Chondrogenese in diesen Neoknorpelkonstrukten reguliert. Hierzu wurden IGF-Itransfizierte Chondrozyten in Geweben aus Polyglykolsäurefasern ausgesät und in rotierenden Bioreaktoren kultiviert. Die Transgenexpression nach lipidbasiertem Gentransfer hielt mehr als 5 Wochen im Neoknorpel an. Nach 4-wöchiger Kultivierung in rotierenden Bioreaktoren besitzen die IGF-I-Konstrukte deutlich mehr Chondrozyten und Proteoglykane als Kontrollkonstrukte aus nichtmodifizierten oder mit dem Markergen lacZ modifizierten Konstrukten. Diese strukturellen Verbesserungen resultierten in signifikant verbesserten biomechanischen Eigenschaften der IGF-I-Konstrukte. Transplantation dieser Neoknorpelkonstrukte in osteochondrale Defekte im Kaninchenmodell verbesserte die strukturellen Eigenschaften des Reparaturgewebes im Vergleich zu lacZ-Konstrukten. Diese Studien belegen erstmals die Möglichkeit einer auf der Kombination von Gentransfer und Tissue-Engineering basierenden molekularen Therapie von Knorpeldefekten.