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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-48686
URL: http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2012/4868/


Der Sportunterricht aus Sichtweise der deutschen und chilenischen Schüler und Schülerinnen : eine empirische Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung des Bundeslandes Saarland und der Región de la Araucanía

The physical education from the view of the German and Chilean students : an empirical investigation with special consideration of the federal state of Saarland and the Región de la Araucanía

Cárcamo, Jaime

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SWD-Schlagwörter: Sportunterricht , Einstellung , Deutscher Schüler , Chilenen
Freie Schlagwörter (Deutsch): deutsche Schüler , chilenische Schüler
Freie Schlagwörter (Englisch): physical education , attitudes
Institut: SWI - Sportwissenschaftliches Institut
Fakultät: Fakultät 5 - Philosophische Fakultät III
DDC-Sachgruppe: Sport
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wydra, Georg (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 23.04.2012
Erstellungsjahr: 2012
Publikationsdatum: 18.06.2012
Kurzfassung auf Deutsch: Die Erfahrungen, welche die Schüler/Innen im Sportunterricht sammeln, egal ob positiv oder negativ, können die Akzeptanz oder Ablehnung sportlicher Aktivitäten im allgemeinen und das Gesundheitsbewusstsein zu lebenslangem Sport treiben im speziellen beeinflussen. Damit die Sportlehrkraft den Schülern/Innen in diesem Zusammenhang ein positives Bild vom Sportunterricht vermitteln kann, ist es von großer Bedeutung, zu verstehen, wie die Schüler/Innen den Sportunterricht wahrnehmen. Die Kenntnisse, die aus der Perspektive der Schüler/Innen gewonnen werden, sind somit ein sehr bedeutendes Werkzeug für die Sportlehrkräfte, da sie anhand dessen die Unterrichtsstunden planen und durchführen können, ohne dabei nur auf Methodologien zur Motivation angewiesen zu sein. Situationen, die zur Abneigung gegenüber sportlicher Aktivität führen, könnten somit vermieden werden. Der Unterricht ließe sich insgesamt verbessern, verschiedene individuelle Fähigkeiten könnten weiterentwickelt werden und die positive Einstellung zum Sportunterricht und zu sportlichen Aktivitäten könnte gefestigt werden. Vor diesem Hintergrund ist die Schülersichtweise im Sportunterricht eine in der sportpädagogischen Forschung relevante Thematik, nicht nur in Deutschland, sondern auch international.
Trotz Globalisierung wurden die meisten Studien zu dieser Thematik im lokalen Raum durchgeführt, ohne dass ein Vergleich zu anderen Ländern erfolgte. Aufgrund dieses Forschungsdefizits soll die vorliegende Arbeit zu einer interkulturellen Betrachtung der Einstellung der Schüler/Innen zum Sportunterricht beitragen.
In der vorliegenden Arbeit wurde die Einstellungen der deutschen und chilenischen Schüler/Innen zum Sportunterricht analysiert. Nach der umfassenden Betrachtung des Forschungsstandes in Deutschland und auf internationaler Ebene basiert sie auf den Aspekten, die ebenfalls in den meisten Studien über die Einstellung der Schüler/Innen zum Sportunterricht untersucht wurden: die Beurteilung des Sportunterrichts, die Sinngebung des Sportunterrichts, die Relevanz des Sportunterrichts und die Einschätzung der Sportlehrkräfte. Insgesamt wurden 2.748 Schüler/Innen aus der fünften, siebten, neunten und elften Klasse befragt, wovon 1.375 Schüler/Innen aus dem Saarland in Deutschland (49,3 % Schülerinnen, 50,7 % Schüler, Alter M = 13,6 ± 2,2) und 1.373 Schüler/Innen aus der Region Araukanien in Chile (48,5 % Schülerinnen, 51,5 % Schüler, Alter M = 13,3 ± 2,5) stammen. Für das Einholen der Daten wurde ein speziell für diese Untersuchung ausgearbeiteter Fragebogen mit dem Titel „Schülerfragebogen zum Schulsport“ angewandt. Dieser basiert auf dem Fragebogen für die Schüler/Innen in der DSB-SPRINT-Studie (Deutscher Sportbund, 2006) und auf dem Schülerfragebogen zum Schulsport im Saarland (Förster & Gärtner, 1998).
Die Ergebnisse zeigen, dass sowohl die deutschen als auch die chilenischen Schüler/Innen insgesamt eine allgemein positive Einstellung zum Sportunterricht haben, auch wenn bei den meisten der in dieser Arbeit analysierten Aspekten signifikante Unterschiede vorliegen. Ähnlich wie es in den wenigen bereits zum Thema der Einstellung zum Sportunterricht seitens der Schüler/Innen aus verschiedenen Kulturen durchgeführten Untersuchungen angesprochen wird (Lopez & González, 2001; Chung & Phillips, 2002; Stelzer et al., 2004; Dismore et al., 2006), könnten sich diese Unterschiede anhand von strukturellen Faktoren, wie der Organisation des Sportunterrichts, den Lehrplänen, der Beziehung zwischen den Lehrkräften und den Schülern/Innen und dem Grad der Wichtigkeit, den die Sportlehrkräfte dem Sportunterricht zuschreiben, erklären lassen.
Kurzfassung auf Englisch: The experiences that students gain in physical education class, whether positive or negative, can influence the acceptance or rejection of sportive activities in general and the health awareness of taking lifelong exercise in particular. In able to transmit a positive image of physical education to the students, it is very important to understand how they perceive their classes of physical education. The knowledge gained by analyzing the students’ perspective of physical education, is an important tool for the teachers of physical education, because this way they are able to plan and carry out the lessons, without only depending on methodologies for motivation. This way, situations can be avoided which lead to a reluctance to exercise. Overall, the teaching could be improved, the different individual skills can be developed and the positive attitude towards physical education and sportive activities could be strengthened. Against this background, the students’ perspective in physical education is a relevant research topic of physical education not only in Germany, but also from an international point of view.
Despite globalization, most studies on this topic have been carried out in the local area, without comparing different countries. Based on this research deficit, the present work contributes to an intercultural analysis of the students’ attitude towards their physical education classes.
In the present study, the attitude of German and Chilean students towards physical education has been analyzed. After an extensive analysis of the research status in Germany and internationally, this work is based on the aspects that were also analyzed in most studies on the students' attitude towards physical education: the evaluation and the meaning of physical education classes, the relevance of physical education, and the evaluation of the physical education teachers. A total of 2,748 students of fifth, seventh, ninth and eleventh grade were interviewed, 1,375 students from Saarland in Germany (49.3% girls, 50.7% boys, aged M = 13.6 ± 2,2) and 1,373 students from the Araukanía region in Chile (48.5% girls, 51.5% boys, aged M = 13.3 ± 2.5). For the collection of data for this study, a specially-designed questionnaire was used, with the title "students’ questionnaire for physical education”. It is based on the questionnaire for the students in the DSB-SPRINT study (German Sports Federation, 2006) and on the students’ questionnaire for physical education in Saarland (Förster & Gärtner, 1998).
The results show that both, the German and the Chilean students, generally have a positive attitude towards physical education, even though most of the analyzed aspects in this study show significant differences. Similar to the few investigations carried out on the students’ attitude towards physical education from an international view (Lopez & Gonzalez, 2001; Chung & Phillips, 2002. Stelzer et al, 2004; Dismore et al. 2006), these differences can be explained by structural factors like the organization of the physical education classes, the curriculums, the relation between teacher and student and the level of importance the teachers of physical education attach to the classes of physical education.
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