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Hinweis zum Urheberrecht

Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-876
URL: http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2003/87/


Entwicklung eines internetgestützten Expertensystems zur Prüfung des Anwendungsbereichs urheberrechtlicher Abkommen

Development of an Internet-based Expert System for Conventions about the Protection of Intellectual Property

Bohrer, Arndt

pdf-Format:
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SWD-Schlagwörter: Expertensystem , Shell <Expertensystem> , Internationales Urheberrecht , Internet
Freie Schlagwörter (Deutsch): Semantic Web , Revidierte Berner Übereinkunft , RBÜ , TRIPS , WCT
Freie Schlagwörter (Englisch): Expert System , Copyright Law , Intellectual Property , Berne Convention , TRIPS
Institut: Fachrichtung 1.1 - Rechtswissenschaft
Fakultät: Fakultät 1 - Rechts-und Wirtschaftswissenschaft
DDC-Sachgruppe: Recht
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Herberger, Maximilian (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 26.02.2003
Erstellungsjahr: 2003
Publikationsdatum: 06.06.2003
Kurzfassung auf Deutsch: In der Dissertation wird folgende These geprüft und bestätigt: Mit Hilfe der heute und in absehbarer Zukunft zur Verfügung stehenden Technologien können leistungsfähige internet-basierte juristische Expertensysteme entwickelt werden.
Im Rahmen der Dissertation wird ein prototypisches System namens SaarCurA (Saarbrücker Computerunterstützung zur Prüfung urheber-rechtlicher Abkommen) entwickelt, um eine mögliche technische Gestaltung und die Leistungsfähigkeit solcher juristischer Expertensysteme einer neuen Generation zu testen.

An Hand eines Kriterienkatalogs wird zunächst eine geeignete juristische Aufgabenstellung gewählt: Prüfung des Anwendungsbereichs der urheberrechtlichen Abkommen RBÜ, RA, TRIPS, WCT und WPPT.
Der nächste Schritt ist die Auswahl einer Software. Es werden drei Optionen bewertet: Programmierung in Java, sowie die Expertensystem-Shells CLIPS und D3. Der Expertensystem-Shell-Baukasten D3 erfüllt die Anforderungen am besten. Die Urheberrechts-Prüfung wird weitgehend in D3 umgesetzt und kann im Internet konsultiert werden.
Eine wichtige Teilkomponente in SaarCurA ist das Länderinformationssystem. Aus dem D3-Beratungsdialog heraus können dynamisch generierte HTML-Seiten aufgerufen werden, die relevante Informationen aus Datenbanken oder Websites zusammenstellen. Hierfür kommen verschiedene Techniken in Betracht. Als besonders geeignet erweist sich die Generierung der Länderinformationsseiten aus XML-Dokumenten mit einer XSL-Stylesheet, mit oder ohne Scriptbefehle.

Für die Zukunft zeichnen sich im WWW neue Entwicklungen unter dem Stichwort "semantic web" ab. Im semantic web könnte das Expertensystem mit Hilfe sogenannter intelligenter Agenten alle Informationen aus Gesetzestexten, Vetragsstaatenlisten etc. auslesen und daraus Schlussfolgerungen ziehen. Die Regeln für die Prüfungsabläufe könnten als Metadaten auf den Sites mit den Abkommenstexten hinterlegt werden. Es würde nur noch eine sehr kleine Wissensbasis benötigt.
Kurzfassung auf Englisch: The present work examines the question: Is it possible to develop powerful internet-based legal expert systems with the computer technology of today or of the near future?
To check this out, a prototype system called SaarCura (Saarbrücker Computerunterstützung zur Prüfung urheber-rechtlicher Abkommen / Saarbrücken computer system for conventions about the protection of intellectual property) is developed.

First, a field of law (or more precisely a legal task) is selected the expert system will be applied on: Deciding about the applicability of the five conventions Berne Convention, Rome Convention, TRIPS, WCT and WPPT.
The next step is the selection of appropriate software for the development of the expert system. Among the three options Java, the expert system shells CLIPS and D3, D3 qualified best as a programming tool for SaarCurA.
An essential component of SaaCurA is the state information system. Within the D3-consultation dialogue the user can request detailed information on the national law of certain states. The webpages are created dynamically as HTML-documents with data from data bases or other websites: XML-documents with the requested information are transformed into an HTML-document via XSL-stylesheet, with or without scripting elements.

In the future a "semantic web" could help legal expert systems on the road to success. Intelligent agents could roam the WWW on the search for well-defined bits of information from legal statutes, commentaries, lists of member states etc. They could even draw conclusions from the information obtained. The user would have to do nothing more complicated than to feed the facts of his case into the computer. Even the rules of how to decide about the applicability of law could form metadata on sites that feature only the relevant legal text on the first view. In this scenario, what remained of the SaarCurA knowledge base in the prototype would become dispensable.

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