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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-4843
URL: http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2005/484/


Beeinflussung der Beweglichkeit durch unterschiedliche physische und psychische Einwirkungen

Influence of the flexibility through different physical and psychical effects

Glück, Sabine

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SWD-Schlagwörter: Aufwärmen , Stress , Entspannung , Beweglichkeit <Motorik>
Freie Schlagwörter (Deutsch): Eigendehnung , Fremddehnung
Freie Schlagwörter (Englisch): warm-up , stress , relaxation , flexibility , self-stretching , external-stretching
Institut: SWI - Sportwissenschaftliches Institut
Fakultät: Fakultät 5 - Philosophische Fakultät III
DDC-Sachgruppe: Sport
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Wydra, Georg (Univ.-Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 20.05.2005
Erstellungsjahr: 2004
Publikationsdatum: 13.12.2005
Kurzfassung auf Deutsch: In drei Untersuchungen sollte die Veränderung von Beweglichkeitsparametern durch unterschiedliche physische und psychische Einwirkungen überprüft werden.
In der ersten Untersuchung sollte überprüft werden, inwiefern eigenständig durchgeführte singuläre Dehnungen der ischiocruralen Muskulatur einen positiveren Einfluss auf die Beweglichkeit haben als fremdgesteuertes Dehnen.
27 Sportstudenten absolvierten maximale Dehnungen durch direkte bzw. indirekte Eigendehnung oder durch indirekte Fremddehnung.
Die direkte Eigendehnung provozierte die höchsten Gelenkwinkel bei gleichzeitig geringster Muskelaktivität. Durch die beiden indirekten Verfahren dehnten die Probanden durchgehend weniger weit bei gleichzeitig höherer EMG-Aktivität.
Das Gefühl, eine Dehnung selbstständig durchführen zu können, erhöht offensichtlich die Effizienz bei sportpraktischer Anwendung. Für laborexperimentelle Untersuchungen eignet sich eher die indirekte Eigendehnung auf Grund der exakteren Messmethodik.
In der zweiten Untersuchung wurde überprüft, inwiefern ein Aufwärmprogramm die Beweglichkeit und die maximale willkürliche Kontraktionskraft beeinflusst.
31 Sportstudenten absolvierten nach einem Vortest zur Bestimmung der Beweglichkeit und Kontraktionskraft ein Aufwärmprogramm unter verschiedenen Bedingungen (allgemeines Aufwärmen auf dem Fahrradergometer, Aufwärmen auf dem Fahrradergometer mit anschließendem Dehnen, ausschließliches Dehnen ohne vorheriges Aufwärmen und Kontrollbedingung). Nach den jeweiligen Interventionen wurde ein Nachtest durchgeführt.
Die Beweglichkeit wird am effektivsten durch die Aufwärmmaßnahmen verbessert, die ein Dehnprogramm enthalten (Aufwärmen und Dehnen bzw. Dehnen). Bei ausschließlichem Dehnen fehlt allerdings der aktivierende Einfluss einer allgemeinen Erwärmung. Durch ein reines Aufwärmen ohne Dehnen kann die Beweglichkeit nicht wesentlich gesteigert werden. Die maximale willkürliche Kontraktionskraft zeigte weder durch die Treatments noch unter Kontrollbedingungen signifikante Veränderungen.
In der dritten Studie sollte überprüft werden, inwiefern ein Stress- bzw. Entspannungszustand die Effektivität eines Beweglichkeitstrainings beeinflusst und ob Wechselwirkungen zwischen dem aktuellen Wohlbefinden und der Beweglichkeit bestehen.
21 Sportstudenten absolvierten nach einem Vortest wiederholte maximale Dehnungen unbeeinflusst bzw. bei gleichzeitiger Stress- oder Entspannungseinwirkung.
Unbeeinflusst und unter Entspannungsbedingungen fand sich eine vergleichbar günstige Ausgangssituation für ein Beweglichkeitstraining. Unter Stressbedingungen konnte der Gelenkwinkel nicht weiter erhöht werden. Ein hohes Beanspruchungs- und niedriges Erholungsgefühl führte zu einer geringeren, eine positive Befindlichkeit zu einer gesteigerten Beweglichkeit.
Kurzfassung auf Englisch: In three investigations the change of flexibility parameters by different physical and psychological effects should be examined . In the first
investigation it should be examined in what respect independently
accomplished singular stretches of the hamstrings have
a more positive influence on the flexibility than external
stretching. 27 sport students completed maximum stretches by direct
and/or indirect self-stretch or by indirect external-stretch. The
direct self-stretch provoked the highest joint angles with at the same
time smallest muscle activity. By the two indirect procedures the test subjects stretched continuous less far with at the same time higher EMG
activity. The feeling to be able to accomplish a stretch independently
increases obviously the efficiency with sport-practical application.
For laboratory-experimental investigations rather the indirect
self-stretch is suitable due to more accurate measuring methodology.
In the second investigation it was examined in what respect a warming
up program affects the flexibility and the maximum voluntary contraction
force. 31 sport students completed a warming up program under
different conditions (general warming up on the bicycle ergometer,
warming up on the bicycle ergometer with following stretching,
exclusive stretching without previous warming up and control
condition) after a pretest for the determination of the flexibility and
contraction force. After the respective interventions a posttest was
accomplished. The flexibility is improved most effectively by the warming
up measures, which contain a stretching program (warming up and
stretching and/or stretching). With exclusive stretching however the
activating influence of a general warming up is missing. The flexibility
can be not substantially increased by pure warming up without
stretching. The maximum voluntary contraction force showed neither by
the treatments nor under control conditions significant changes. In
the third study it should be examined in what respect the effectiveness of a flexibility training is affected by a stress and/or
a relaxation condition and whether reciprocal effects exist between the current well-being and the flexibility. 21 sport students completed repeated maximum
stretches after a pretest uninfluenced and/or during simultaneous
stress or relaxation effect. There was a comparably favorable starting situation for flexibility training under uninfluenced and on relaxation conditions.
On stress conditions the joint angle could be not further increased. A
high stress feeling and low recovery feeling led to an increased flexibility, positive well-being led to a decreased flexibility.

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