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URN: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-32042
URL: http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2010/3204/


Posttraumatische Belastungsstörung bei Rettungssanitätern

Posttraumatic stress disorder in paramedics

Häller, Pascal

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SWD-Schlagwörter: Posttraumatisches Stresssyndrom , Rettungssanitäter , Widerstandsfähigkeit
Freie Schlagwörter (Deutsch): Resilienz , Kohärenzgefühl , posttraumatische Kognitionen , Intrusionen , Mediator
Freie Schlagwörter (Englisch): posttraumatic stress disorder , intrusions , sense of coherence , resilience , cognitions
Institut: Fachrichtung 5.3 - Psychologie
Fakultät: Fakultät 5 - Philosophische Fakultät III
DDC-Sachgruppe: Psychologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Michael, Tanja (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 13.07.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 22.07.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Die vorliegende Dissertation untersuchte Unterschiede posttraumatischer Kognitionen, wie auch im Umgang mit Intrusionen, bei 668 Rettungssanitätern der deutschsprachigen Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein, in Bezug auf den Schweregrad posttraumatischer Belastungssymptome direkt und indirekt bedrohter Probanden. Des Weiteren wurden die Resilienz und das Kohärenzgefühl in Bezug auf den Schweregrad posttraumatischer Belastungssymptome erforscht.
Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) sowie der Schweregrad der PTBS-Symptomatik wurden mit der Posttraumatic Stress Diagnostic Scale (PDS) untersucht. Mit dem Posttraumatic Cognition Inventory (PTCI) wurden posttraumatische Kognitionen, mit dem Response to Intrusion Questionnaire (RIQ) der Umgang mit Intrusionen, mit der Sense of Coherence Scale (SOC-L9) das Kohärenzgefühl und mit der Resilience Scale (RS-11) die psychische Widerstandsfähigkeit erhoben.
Die Ergebnisse zeigten, dass 1,37% der Probanden der indirekt-bedrohten Gruppe und 5,91% der Probanden der direkt-bedrohten Gruppe unter einer voll ausgeprägten PTBS litten. 3,74% der Probanden der indirekt-bedrohten Gruppe und 14,06% der direkt-bedrohten Gruppe litten unter einem partiellen PTBS-Syndrom. Direkte Bedrohungen scheinen ein höheres Potential dafür zu besitzen, dass Betroffene eine PTBS oder ein partielles PTBS-Syndrom entwickeln. Dysfunktionale posttraumatische Kognitionen und dysfunktionaler Umgang mit Intrusionen klärten 25% Varianz an der PTBS-Symptomatik auf.
Das Ausmass der Resilienz und des Kohärenzgefühls erklärten 19,2% Varianz am Schweregrad der PTBS-Symptomatik, wobei jedoch ein Mediatoreffekt festgestellt wurde: Das Kohärenzgefühl mediierte die Beziehung zwischen der Resilienz und dem Schweregrad der PTBS-Symptomatik fast vollständig. Da das Kohärenzgefühl die Beziehung zwischen der Resilienz und dem Schweregrad der PTBS-Symptomatik mediiert, scheint es plausibel davon auszugehen, dass die Resilienz durch die Steigerung des Kohärenzgefühls erhöht werden kann.
Kurzfassung auf Englisch: The present thesis investigated differences in posttraumatic cognitions as well as in dealing with intrusions in relation to the severity of posttraumatic stress symptoms in 668 paramedics from German-speaking Switzerland and the principality of Liechtenstein faced with either direct or indirect threats. Furthermore resilience and sense of coherence in relation to the severity of posttraumatic stress symptoms was also examined.
Posttraumatic Stress Disorder (PTSD), as well as the severity of PTSD symptoms, was measured using the Posttraumatic Stress Diagnostic Scale (PDS). The Posttraumatic Cognition Inventory (PTCI) was used to assess posttraumatic cognitions and the Response to Intrusions Questionnaire (RIQ) to assess intrusions. The Sense of Coherence Scale (SOC-L9) assessed the sense of coherence and the Resilience Scale (RS-11) assessed the degree of resilience.
In the indirect threat group, 1.37% of subjects exhibited full-blown PTSD compared to 5.91% of subjects in the direct threat group, while 3.74% of the indirect threat group and 14.06% of the direct threat group suffered from partial PTSD. Direct threats seem to have a higher chance of eliciting partial or full PTSD in affected persons. Dysfunctional posttraumatic cognitions and dysfunctional strategies for dealing with intrusions explained 25% of the variance of the PTSD symptoms.
Degree of resilience and sense of coherence explained 19.2% of the variance of the PTSD symptoms. However, the sense of coherence fully mediated the relationship between resilience and severity of those symptoms. Consequently, it seems plausible to assume that increasing sense of coherence can enhance resilience.
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