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Dissertation zugänglich unter
URN: urn:nbn:de:bsz:291-scidok-34814
URL: http://scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2010/3481/


Untersuchungen zur Überwachung und Minderung des Infektionsdruckes durch die Vergilbungskrankheit der Rebe

Examinations to control and reduction of grapevine yellows

Darimont, Harald

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SWD-Schlagwörter: Vergilbungskrankheit , Schwarzholzkrankheit , Weinkrankheit , Weinrebe , Mycoplasmaähnliche Organismen , Glasflügelzikaden , Vektor <Epidemiologie>
Freie Schlagwörter (Deutsch): Hyalesthes obsoletus , Infektionsdruck , Infektionsrate , Flugprognose
Freie Schlagwörter (Englisch): grapevine yellows , vector , infection rate , pathogen , cixiidae
Institut: Fachrichtung 8.3 - Biowissenschaften
Fakultät: Fakultät 8 - Naturwissenschaftlich-Technische Fakultät III
DDC-Sachgruppe: Biowissenschaften, Biologie
Dokumentart: Dissertation
Hauptberichter: Müller, Uli (Prof. Dr.)
Sprache: Deutsch
Tag der mündlichen Prüfung: 28.04.2010
Erstellungsjahr: 2010
Publikationsdatum: 16.12.2010
Kurzfassung auf Deutsch: Im Untersuchungszeitraum wurden 11000 Exemplare der Zikade Hyalesthes obsoletus, dem Vektor der Schwarzholzkrankheit der Weinrebe, gefangen. In den Weinanbaugebieten Rheingau und Franken wurden erstmalig der Vektor und symptomatische Rebstöcke nachgewiesen.

Die höchsten Populationsdichten zeigten Populationen mit einer Spezifizierung auf Convolvuls arvensis bzw. auf Urtica dioica. Dabei wurden die höchsten Infektionshäufigkeiten (bis zu 81%) bei Populationen mit einer Spezifierung auf C. arvensis festgestellt. Untersuchungen zur Migrationsaktivität ergaben eine Einwanderung des Vektors in umliegende Flächen.

Untersuchungen zur Nahrungsspezifikation ergaben Unterschiede im Beginn der Flugphase und in der Dauer der Überlebenszeit. Ein zur genauen Terminierung des Flugbeginns entwickeltes Flugprognosemodell ergab eine mit einer mittleren Differenz von 1,9 bzw. 2,1 Tagen exakte Voraussagegenauigkeit für auf C. arvensis spezifizierte Populationen.. Die Flugphase liegt zwischen der 23. und 30 Kalenderwoche.

Die PCR-Ergebnisse bestätigen das Vorkommen der Isolate VK-A und VK-B der Schwarzholzkrankheit. Zu den drei bekannten Isolaten der FD-Pfalz konnte ein bisher unbekanntes viertes Isolat (FD-D) entdeckt werden.

Die höchsten Durchseuchungsgrade zeigten Rebflächen in den Weinanbaugebieten Mosel-Saar-Ruwer, Mittelrhein und Nahe. Es traten allerdings sortenbedingte Unterschiede auf.

Eine erfolgreiche Bekämpfungsstrategie der Schwarzholzkrankheit liegt in der Verdrängung der Hauptwirtspflanzen des Vektors.
Kurzfassung auf Englisch: 11,000 individuals of Hyalesthes obsoletus, the vector of the German Schwarzholzkrankheit were caught between 1999 and 2002. Evidence of the occurrence of both the vector and symptomatic vines was provided in the Rheingau and Franken areas.

The highest population densities were found for populations with a specification for Convolvulus arvensis respectively Urtica dioica. However, populations with a specification for C. arvensis alone showed the highest infection, rates.

The study of migration activity provided evidence of the immigration of the vector into adjacent areas. Additional studies on food specification showed differences concerning the onset of the flight phase and survival times. A forecast model for exactly determining the flight onset was developed. For populations specified for C. arvensis. The mean difference in forecast accuracy amounted to 1.9 respectively 2.1 days. For these the flight phase lies between the 23rd and the 30th calendar week.

The PCR results confirm the existence of the VK-A and VK-B isolates of Schwarzholzkrankheit. In addition to the already known isolates of the FD-Pfalz, a fourth isolate (FD-Pfalz D) could be discovered.

The highest infection rates occurred in vineyards in the Mosel-Saar-Ruwer, Mittelrhein and Nahe wine-growing areas. However, infection rates varied depending on the type of grape.

Schwarzholzkrankheit can be successfully fought by supressing the main host of the vector.
Lizenz: Veröffentlichungsvertrag für Dissertationen und Habilitationen der Fakultät 8

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