Bitte benutzen Sie diese Referenz, um auf diese Ressource zu verweisen: doi:10.22028/D291-46758
Titel: Die Neutrophilen-Lymphozyten-Ratio als prädiktiver Wert für epileptische Frühanfälle nach ischämischem Schlaganfall: Eine Fall-Kontroll-Studie
VerfasserIn: Ebner, Lea Katharina
Sprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2025
Erscheinungsort: Homburg/Saar
Kontrollierte Schlagwörter: Inflammation
Risk factors
Freie Schlagwörter: Neutrophil-to-lymphocyte ratio
Post-stroke seizures
Risk factors Ischemic stroke
DDC-Sachgruppe: 610 Medizin, Gesundheit
Dokumenttyp: Dissertation
Abstract: Epileptische Frühanfälle nach einem Schlaganfall sind mit erhöhter Mortalität und dem Risiko für die spätere Entwicklung einer Epilepsie verbunden. Ziel dieser Studie ist es, potenzielle Risikofaktoren für diese epileptischen Anfälle zu ermitteln, wobei der Schwerpunkt auf Blutparametern wie der Neutrophilen-Lymphozyten-Ratio liegt, welche ein Biomarker für Entzündungen ist. Es wurden zwischen 2017 und 2019 wegen eines ischämischen Schlaganfalls in der neurologischen Abteilung des Universitätsklinikums des Saarlandes behandelte Patien- ten1 retrospektiv identifiziert. 44 von ihnen erlitten einen erstmaligen epileptischen Anfall innerhalb von 7 Tagen nach dem Schlaganfall. Sie wurden im Verhältnis 1:2 in Alter und Geschlecht mit Kontrollpersonen gematcht, die einen ischämischen Schlaganfall, jedoch keine epileptischen Frühanfälle erlitten hatten. Bei Aufnahme wurden demografische Da- ten, die Merkmale des Schlaganfalls sowie Blutparameter erhoben. Mit Hilfe logistischer Regression wurden die mit epileptischen Frühanfällen assoziierten Variablen identifiziert und die Fläche unter der Receiver Operating Characteristic Curve (AUROC) zur Ab- schätzung ihrer Vorhersagegenauigkeit verwendet. In der univariablen logistischen Regression waren die Neutrophilen-Lymphozyten- Ratio (p = 0,035), National Institutes of Health Stroke Scale (NIHSS, p = 0,016) und eine kortikale Lokalisation des Schlaganfalls (p = 0,03) signifikant mit dem Auftreten von epi- leptischen Frühanfällen nach ischämischem Schlaganfall assoziiert. Es zeigte sich eine signifikante positive Beziehung zwischen Neutrophilen-Lymphozyten-Ratio und NIHSS, rS(87) = 0,383, p < 0,001. In der multivariablen logistischen Regression waren die Neutro- philen-Lymphozyten-Ratio-Werte (adjustierte Odds Ratio = 1,097, 95% Konfidenzinter- vall [1,005, 1,197]; p = 0,038) nach Adjustierung für Alter, Geschlecht, NIHSS und Schlaganfalllokalisation unabhängig mit dem Auftreten von epileptischen Frühanfällen assoziiert. Der AUROC-Wert für die Neutrophilen-Lymphozyten-Ratio betrug 0,639 (95% Konfidenzintervall [0,517, 0,761]), wobei 2,98 der beste prädiktive Cut-off-Wert war. Höhere Neutrophilen-Lymphozyten-Ratio-Werte sind demnach signifikant mit einem erhöhten Risiko für epileptische Frühanfälle verbunden. Dieser Biomarker ist vielverspre- chend, um das Risiko einer Entstehung solcher Frühanfälle einzuschätzen.
Early post-stroke seizures (EPSS) are associated with an increased risk of mortality and post-stroke epilepsy. This study aims to identify potential risk factors for EPSS, fo- cusing on blood parameters, such as the neutrophil-to-lymphocyte ratio (NLR), which is a biomarker for inflammation. Patients treated for ischemic stroke between 2017 and 2019 in the neurology depart- ment of Saarland University Medical Center were retrospectively identified. 44 of them had a first epileptic seizure within 7 days after the stroke. They were matched 1:2 for age and sex with controls who had an ischemic stroke but no EPSS. Information on de- mographics, stroke characteristics, and blood parameters were collected on admission. Logistic regression was used to identify variables associated with EPSS and the area under the receiver operating characteristic curve (AUROC) to estimate their predictive accuracy. Neutrophil-to-lymphocyte ratio (NLR, p = 0.035), National Institutes of Health Stroke Scale (NIHSS, p = 0.016) and cortical localization of stroke (p = 0.03) were significantly associated with the occurrence of early post-stroke seizures in univariable logistic re- gression. There was a significant positive relationship between neutrophil-to-lymphocyte ratio and NIHSS, rS(87) = 0.383, p < 0.001. In multivariable logistic regression, the neu- trophil-to-lymphocyte ratio values (adjusted odds ratio = 1.097, 95% confidence interval (CI) [1.005, 1.197]; p = 0.038) were independently associated with the occurrence of EPSS after adjusting for age, sex, NIHSS, and stroke localization. The AUROC for NLR was 0.639 (95% CI [0.517, 0.761]) with 2.98 as the best predictive cut-off value. Thus, higher neutrophil-to-lymphocyte ratio values are significantly associated with increased risk of early post-stroke seizures. This biomarker appears promising to assess the risk of developing such early seizures.
Link zu diesem Datensatz: urn:nbn:de:bsz:291--ds-467582
hdl:20.500.11880/41007
http://dx.doi.org/10.22028/D291-46758
Erstgutachter: Lochner, Piergiorgio
Tag der mündlichen Prüfung: 16-Jan-2026
Datum des Eintrags: 22-Jan-2026
Bezeichnung des in Beziehung stehenden Objekts: Publikation
In Beziehung stehendes Objekt: https://www.epilepsybehavior.com/article/S1525-5050(24)00041-6/fulltext
Fakultät: M - Medizinische Fakultät
Fachrichtung: M - Neurologie und Psychiatrie
Professur: M - Prof. Dr. Sergiu Groppa
Sammlung:SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes

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