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doi:10.22028/D291-46712 | Titel: | Krankentransporte bei geriatrischen Patienten als Trigger für Delir |
| VerfasserIn: | Laschinger, Marie-Therese |
| Sprache: | Deutsch |
| Erscheinungsjahr: | 2025 |
| Erscheinungsort: | Homburg/Saar |
| DDC-Sachgruppe: | 610 Medizin, Gesundheit |
| Dokumenttyp: | Dissertation |
| Abstract: | Zusammenfassung
Krankentransporte bei geriatrischen Patienten als Trigger für Delir
Ziel dieser prospektiven Untersuchung war es, den Einfluss sekundärer Krankentransporte auf
die Inzidenz von Delir bei geriatrischen Patienten zu analysieren und spezifische Risikofaktoren
zu identifizieren, die die Entwicklung eines Delirs während des Transports begünstigen
könnten. Die Daten wurden im Zeitraum von Oktober 2023 bis Dezember 2024 erhoben und
umfassten Patienten, die von der Universitätsklinik des Saarlandes (UKS) in Homburg in das
Krankenhaus in Lebach transportiert wurden. Die Methodik beinhaltete die Durchführung von
Delir-Tests an mehreren Zeitpunkten: vor dem Transport in Homburg, bei der Ankunft in
Lebach und schließlich eine Nachuntersuchung drei Tage nach dem Transport. Dabei wurde
die Confusion Assessment Method, ein standardisierter und validierter Screening-Test für
Delir, sowohl vor als auch nach dem Transport angewendet, um Veränderungen in der Delir-
Inzidenz und -Intensität zu erfassen. Des Weiteren wurden Risikofaktoren wie demenzielle
Erkrankungen, Schmerzempfindungen, Angst sowie chronische und neurologische
Erkrankungen auf ihre potenziellen Auswirkungen auf die Delirentwicklung untersucht. Die
Ergebnisse der Untersuchung zeigten, dass 23 % der Patienten nach dem sekundären
Krankentransport ein Delir entwickelten, was einen signifikanten Zusammenhang zwischen
dem Transport und dem Auftreten eines Delirs nahelegt. Die Analyse ergab eine Persistenz der
Delirsymptomatik für drei Beobachtungstage. Besonders auffällig war die starke Assoziation
zwischen dem Vorliegen einer Demenz und dem erhöhten Risiko für die Entwicklung eines
Delirs, was die Notwendigkeit einer verstärkten Überwachung demenziell erkrankter Patienten
während des Transports betont. Die vorliegende Studie trägt dazu bei, die ungünstige Rolle von
Krankheitstransporten als Risikofaktor für das Auftreten von Delir bei geriatrischen Patienten
zu verdeutlichen. Besonders die Ergebnisse zur Demenz unterstreichen die Notwendigkeit einer
intensiveren Überwachung und gezielter Intervention während des Transports. Für zukünftige
Studien wird empfohlen, weitere Risikofaktoren und ihre Wechselwirkung zu untersuchen, um
präventive Maßnahmen und therapeutische Ansätze zur Verringerung des Delirrisikos zu
entwickeln und zu optimieren Abstract Transport Study – Delirium Development in Geriatric Patients During Secondary Medical Transport The aim of this prospective study was to analyze the impact of secondary patient transports on the incidence of delirium in geriatric patients and to identify specific risk factors that may facilitate the development of delirium during transport. Data were collected between October 2023 and December 2024 and included patients who were transferred from Saarland University Medical Center (UKS) in Homburg to the hospital in Lebach. The methodology involved conducting standardized delirium assessments at multiple time points: prior to transport in Homburg, upon arrival in Lebach, and in a follow-up examination three days after transport. The Confusion Assessment Method (CAM), a standardized and validated screening tool for delirium, was used before and after transport to capture changes in the incidence and severity of delirium. Furthermore, risk factors such as dementia, pain perception, anxiety, and chronic or neurological conditions were examined for their potential influence on delirium development. The results showed that 23% of patients developed delirium following secondary transport, indicating a significant association between transport and the onset of delirium. The analysis revealed that delirium symptoms persisted for three days after transport. Notably, there was a strong association between pre-existing dementia and an increased risk of developing delirium, highlighting the need for enhanced monitoring of patients with dementia during transport. This study clarifies the detrimental role of medical transports as a risk factor for delirium in geriatric patients. In particular, the findings related to dementia emphasize the necessity for closer monitoring and targeted interventions during transport. Future studies are recommended to investigate additional risk factors and their interactions in order to develop and optimize preventive measures and therapeutic strategies to reduce the risk of delirium. |
| Link zu diesem Datensatz: | urn:nbn:de:bsz:291--ds-467124 hdl:20.500.11880/40947 http://dx.doi.org/10.22028/D291-46712 |
| Erstgutachter: | Faßbender, Klaus |
| Tag der mündlichen Prüfung: | 18-Dez-2025 |
| Datum des Eintrags: | 12-Jan-2026 |
| Fakultät: | M - Medizinische Fakultät |
| Fachrichtung: | M - Neurologie und Psychiatrie |
| Professur: | M - Prof. Dr. Klaus Faßbender |
| Sammlung: | SciDok - Der Wissenschaftsserver der Universität des Saarlandes |
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